8. und 9. Mannschaft
Tschoa!!
ist ein beliebter Ausruf von Tischtennisspielern nach besonders spektakulären Punkten. Bei der Tischtennis-WM in Dortmund hatte man dies sehr oft gehört. Dieses hätte die 8. & 9. Mannschaft tausendfach ausrufen können, denn eine so geniale Rückrunde wie diese beiden Mannschaften des VFL gespielt haben, ist in der Tat: Tschoa!!!
Rückblick:
Die 8. Mannschaft um:
1. Scholz
2. Wesner
3. Thaler
4. Wolff
Stand nach der Hinrunde schon recht komfortabel mit 17:3 Punkten auf Platz 1 der Tabelle, wobei Joachim und Diderik hier die Stützpfeiler der Mannschaft bildeten. Katja konnte aufgrund von Verletzungen nur 3 Mal auflaufen. Diese Einsätze hat sie aber bravourös alle gewonnen.
Und wir 6.Kreisler haben mit Aushelfen hier mit einem 10:1 auch ein wenig beigetragen. Hier hat sich schon zwischen der 8. & 9. Mannschaft eine „Affäre“ angebahnt. Die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Mannschaften war das ganze Jahr über derart vorbildlich und toll, dass ein ausgeprägtes „Wir-Gefühl“ entstanden ist!
Dies war nicht nur im Punktspiel spürbar, sondern auch im Training. Eigentlich hätte man beide Mannschaften auch zusammen die 8,5te nennen können.
Die 8. Mannschaft wurde zur Rückrunde nochmal umformiert. Joachim ging in die heiß ersehnte höhere Klasse (verdientermaßen). Nachdem hier alle Tränen getrocknet waren, kam dann Hartmut Struwe als Ersatz, sowie Jochen Stewner an Position 4 für Katja, die auch nicht weiter spielte. Günter ging zu uns in die 9. Mannschaft und wurde mit offenen Armen empfangen und auch Torsten Wilkening, ein neuer, sehr stark spielender, Linkshänder wurde bei uns an Position 1. gemeldet in der 9. Mannschaft, mit einer Jokerfunktion. Er sollte im Bedarfsfall in schweren Spielen aushelfen bis in die 7. Mannschaft hoch, denn das Ziel in beiden Mannschaften (8 & 9) war ganz klar der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Beide Teams standen zur Rückrunde in noch engerer Absprache beieinander. Gemeinsames Training, Spielfreude und eine gehörige Portion Strategie zahlten sich aus.
Die 8. Mannschaft traf sich bei Hartmut und fuhr dann gemeinsam zu den Auswärtsspielen. Übrigens Hartmut an dieser Stelle noch einmal einen Glückwunsch zum 70. Geburtstag.
So ließ der Erfolg auch nicht lange auf sich warten. Am Ende stand es 20:0 und drei Spiele vor Saisonende war die Meisterschaft perfekt. Keinen Punkt abgegeben. Respekt an dieser Stelle.
Die Aushilfen (Thimm, Johannsen, Muus, Scholz, Wilkening, Metzler) haben eine Bilanz von
17:2 erspielt. Wegen der 2 verlorenen mussten wir bereits zum Appell, aber nach 300 Liegestütze
war dann alles wieder vergessen. Man ist eben verwöhnt vom Unterbau…
Nicht wenige glaubten, dass hier ein paar verkleidete Chinesen gespielt haben, aber
nein: das waren nur wir!
In der Abschlusstabelle stand dann zum Schluss mit 37:3 der absolute Meister fest, mit 5 Punkten Vorsprung vor dem 2.Platzierten. Glückwunsch Diderik an Dich und Deine Mannschaft. Du hast auch als Mannschaftsführer einen tollen Job gemacht.
Nun zu uns, die 9. Mannschaft.
Nachdem wir relativ gut durch 2/3 der Hinrunde durchmarschiert waren und nur bei DJK einen Punkt gelassen hatten, haben wir ein paar Punkte unglücklich liegen lassen. Ich hatte mich an der Hand verletzt und konnte einige Spiele nicht machen. Das war zwar nicht alleinig kriegsentscheidend für 2 dann verlorene Spiele gegen Sereetz und Moisling, aber mehrere unglückliche Umstände haben dann halt dazu geführt, dass wir nach hoher Dominanz am Ende 5 Gegenzähler hatten und DJK und Sereetz an uns vorbeigerutscht sind und wir mit 17:5 Punkten auf einmal “ nur“ noch 3. waren in der Hinrundenabschlusstabelle.
So, und dann haben wir in die Hände gespuckt und den Aufstieg als oberstes Ziel ausgerufen. Die Meisterschaft war erstmal zweitrangig. Wir wollten aufsteigen und wir waren hoch motiviert, aber auch gewarnt durch die letzten Niederlagen. Gefühlt haben wir uns aber wie Rocky Balboa im Kampf gegen Ivan Drago.
Und so traten wir mit folgender Aufstellung zur Rückrunde an :
- Wilkening
- Thimm
- Scholz
- Johannsen
- Muus
Mario Bendfeldt wurde in die 10. Mannschaft berufen, wo sich eine neue Jugendmannschaft formiert hat. Vielen Dank auf diesem Wege für seine hervorragenden Einsätze in der Hinrunde sowie als Ersatz in unserer Mannschaft in der Rückrunde. Du warst hier Gold wert. Dies betrifft aber mehrere Personen, wie wieder Adomeit, Metzler, Heeger, Kramp, Matthes und Bischoff. Ohne Euch wäre es definitiv sehr knapp geworden!
Um insgesamt nicht zu weit auszuschweifen möchte ich nur die Schlüsselspiele hervorheben:
Gegen Travemünde, wo ich beruflich nicht konnte, hat man mit Torsten Wilkening an 1 ein grandioses 7:3 erspielt (in Travemünde, wo diese Mannschaft bisher ungeschlagen war).
Sereetz (die in der Hinrunde noch siegten gegen uns) haben wir mal eben 7:2 weggeballert und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Moisling (auch Hinrundenniederlage) wurde mit 7:3 verarztet, wobei ich mein persönliches Highlight gegen Angelika Clasen hatte. Diese starke Abwehrspielerin hatte mich und Kai in der Hinrunde noch „totgehackt“. Hier hatten wir gegen diesen starken Unterschnitt noch keine Chance. Aber durch Training und gesammelte Erfahrung habe ich sie dann in 4 Sätzen geknackt. Jeder kennt diesen persönlichen Angstgegner in einer Saison. Und das war so einer für mich. Mit 15:3 angereist (nur gegen Heeger, Breyer, Vanderford verloren) war sie auch statistisch ein Fels. Aber gewusst wie habe ich ihr im 4. Satz dann nur noch 3 Punkte gelassen. Man wächst eben mit seinen Aufgaben.
Und das ganz grosse Highlight war dann gegen DJK. Auch hier beruflich bedingt ohne mich. Hier siegten meine Jungs mit 7:5 auswärts. Wir waren damit bis dahin das einzige Team, das DJK in Bestbesetzung bezwungen hat.
Wir alle haben eine tolle Saison gespielt. Besonders hervorheben möchte ich Kai, der einen ganz grossen Job als Mannschaftsführer (organisatorisch, menschlich und taktisch) gemacht hat und spielerisch mit 12:1 (davon 2 Punkte im OP) super überzeugt hat.
Über Günter haben wir uns auch alle sehr gefreut, der nach ein paar Spielen fest in der Mannschaft angekommen war und solche tollen Emotionen gezeigt hat und mitgefiebert hat, was wir bis dato noch nicht kannten von ihm und uns alle berührt hat. Er fühlt sich spürbar wohl bei uns, wenn ich hier für ihn mal sprechen darf und entsprechend stark hat sich auch sein Spiel bei uns entwickelt. Hier hat sich einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Mannschaftsgefüge ist. Dort spielen die Leute einfach gut.
Ich habe mit 13:1 auch eine gelungene Saison hinter mir (wobei einige Spiele recht eng waren, aber mein Kopf war besser als in der Hinrunde; alle 5-Satzspiele gewonnen), und Wolfgang sowie der komplette Ersatz funktionierten auch wunderbar (wie schon erwähnt).
Langer Schupfball, kurzer Sinn: Wir haben die Rückrunde mit 22:0 sehr erfolgreich abgeschlossen und fühlen uns pudelwohl nach dieser Leistung. Vom 3. Tabellenplatz dann doch noch zum Meister gemausert. Somit ist die 8. & 9. als Meister jeweils aufgestiegen, sowie auch (heute ganz brandaktuell) noch die 7.! Unterbau, was willst Du mehr.
Mannschaft 8 & 9 wird das bei Jensie Glathe gebührend im Imbiss feiern und neue Schlachtpläne schmieden, um uns vielleicht doch noch bis in die Verbandsliga hochzuschmettern (einer muss es ja schaffen J).
Schade, dass Klaus Kamiensky dies nicht mehr mitgekriegt hat. Er hat auch mit uns das ganze Jahr mitgefiebert. Seine grosse Erfahrung und seine zum Teil knochentrockenen/humorvollen Kommentare werden uns sehr fehlen im Mannschaftsheim. Auch uns hat Dein Dahinscheiden sehr getroffen! Klaus, drück uns die Daumen im nächsten Jahr.
Wir werden Dich nicht vergessen……………………
Marco Thimm, 9. Mannschaft am 03. April 2012