Bitterer Ausgang

Bereits am Dienstag Abend stand unser Auswärtsspiel bei 1876 auf dem Programm. Ohne Holger, dafür jedoch mit Werner. Somit waren wir trotzdem recht stark aufgestellt, um was Zählbares mitzunehmen.

Wir haben mit Werner/Knud bewusst ein starkes Doppel nominiert um mind. 2:2 in Doppeln zu spielen. Somit dann erneut Martin/ich. Beide Doppel sollten über die volle Distanz gehen. Erstaunlich, wie gut Martin und ich gegen das gegnerische Doppel mithalten konnten. Mit etwas mehr Glück wäre definitiv ein Sieg drin gewesen. So dann 1:1.

Knud hat dann gegen Nick einen großartigen Kämpf geliefert, aber in 3:1 verloren. Werner hatte bei 11:4 im Ersten doch scheinbar alles im Griff. Der Gegner stellte sich nun aber ein wenig um und spielte deutlich offensiver, gewann folgerichtig den Zweiten. Den Dritten konnte Werner gewinnen, stand es im Vierten bereits 10:7 für 1876! Werner erzwang die Verlängerung und hatte das bessere Ende, 15:13, für sich. Der Punkt war wichtig. 2:2

Nun Martin und ich. Ich musste gegen Gappa ran, gegen den ich in meiner Karriere erst einmal gespielt hatte (2:3). Das Spiel war von mir taktisch geprägt, sein Offensivspiel nicht zuzulassen. Ich habe meine sicheren und „aggressiven“ Schnittbälle eingesetzt und nur einige Bälle, um ein wenig zu überraschen, offensiv gespielt. Er kam mit diesen „ekligen“ Unterschnittbällen überhaupt nicht zurecht und so konnte ich einen glatten 3:0 Sieg einfahren (damit hatte ich nicht gerechnet). Was macht Martin gegen den vermeintlich etwas schwächeren Moses Mertz? Er ging über Fünf mit 4 sehr knappen Sätzen, teilweise i.d.V.! Am Ende leider ein knappes 2:3. Schade. Weiter ausgeglichen, 3:3.

Knud konnte anschließend Haack mit 3:1 niederringen, entwickelte sich bei Werner gegen Nick ein wahrer Krimi. Er führte bereits 2:0 in Sätzen. Dann glich Nick zum 2:2 aus. Puh. Der Fünfte wurde richtig spannend und eng. 11:9 hieß es für Werner. Yes, das Break war da. 5:3 für uns. Jetzt unten einen holen und ein Doppel…

Martin war dann bei 0:3 gegen Gappa chancenlos. 4:5. Da führte ich gegen Mertz (auch zuvor erst einmal gespielt und verloren) 2:1. Alles sah gut aus. Dann aber 8:11 den Vierten verloren, Mist. Nun ging das Zittern los. Ich konnte die gute Leistung aus den vorherigen 4 Sätzen leider nicht halten und verlor den Letzten zu 5. Grrr. Wieder Ausgleich, 5:5. Bitter.

Die Abschlussdoppel mussten also entscheiden. Wir gegen das tendenziell stärkere Doppel, Knud und Werner gegen das vermeintlich etwas Leichtere. Gut gespielt, dennoch erster Satz bei uns 8:11 weg. Konnten aber gleich zum 1:1 ausgleichen. Es folgte ein Wahnsinnssatz mit 11:1 (!) für uns. 2:1 Führung! Wer hätte das gedacht? Wir waren klar auf dem Weg zur Überraschung, als es im Vierten zur ersten sehr „unglücklichen“ Entscheidung gegen uns kam. Aufschlag Martin, klar auf der Linie (bzw. noch knapp im Aufschlagfeld) und unsere Gegner unterbrechen das Spiel wegen Fehlaufschlag! Nach kurzem Moment und „Begleiterscheinungen“ von aussen (seitens 1876) blieb es bei dieser Entscheidung. 1876 war mit Zählen dran. Eine Entscheidung in einer sehr wichtigen Satzphase, führte dann zum Satzverlust. 2:2 Ausgleich. Auch im Fünften machten wir da weiter, wie wir 4 Sätze zuvor gespielt hatten. Megastark! Kann mich nicht an ein vergleichbar stark gespieltes Doppel mit Martin erinnern. Beim Stand von 9:7 für uns die nächste „komische“ Entscheidung gegen uns. Martin spielt einen Kantenball, den die Gegner (waren wieder mit dem Zählen dran) gegen uns zählen weil der Ball angeblich nach unten wegsprang. Also, der Ball sprang alles andere als nach unten weg … Da kann man auch mal an die Fairness appelieren. Sahen unsere Gegner, zu unserem Leidtragen, aber völlig anders. Und, es war wieder eine entscheidende Phase im Satz. Nämlich statt 10:7 und dem wahrscheinlich sicheren Sieg für uns nun nur noch 9:8. Es folgte fast logischerweise die Verlängerung, im Fünften! Leider ging dieser mit 15:17 für uns verloren. Ganz, ganz bitter. Hier wurden uns definitiv 2 Punkte „geklaut“. Hab ich in über 30 Jahren TT so auch noch nicht erlebt. TT gilt doch als ein sehr fairer Sport…, eigentlich. Am Nebentisch mussten Werner und Knud auch über die volle Strecke gehen. Und konnten zum Glück gewinnen. So wenigstens am Ende noch ein Punkt für uns. Es ist aber ein verlorener Punkt und fühlt sich wie eine Niederlage an. Martin und ich waren nur der „moralische“ Sieger dieses Doppels. Nie zuvor, und wahrscheinlich auch künftig nicht mehr, haben wir solch eine starke Leistung gezeigt. Leider wurde diese nicht belohnt. Das berühmte i-Tüpfelchen auf der T….fehlte ganz einfach.

Wir haben 1876 mit dem 6:6 in Schacht gehalten und haben nun 11:3 Punkte. Damit sind wir mit TTC Lübeck punktgleich Dritter. 1876 ist Fünfter mit 7 Minuspunkten. Jetzt kommen aber noch zwei „unschlagbare“ Gegner mit Stodo II (zu 0) und VFB Lübeck (zu 1) auf uns zu. Da wird nichts zu holen sein. Zudem morgen gegen Stodo ohne unsere top Zwei und dafür mit Ingo als Ersatz. Das letzte Spiel ist dann am 3. Dezember gegen den VFB. Nach der Hinrunde dürften wir dann punktgleich mit 1876 auf Platz 4/5 stehen. Eine kleine Überraschung, ging es doch eigentlich nur um den Nichtabstieg! Toll, dass uns Werner durch den Ausfall von Sascha Moll so super unterstützt. Vielleicht ist er ja nun ein fester Bestandteil der Vierten?! Auch in der Rückserie…Wir würden uns sehr darüber freuen und er ist eine klare Verstärkung!

Andi

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